Strafgebiete: Rote vs Gelbe Pfähle und Erleichterung

Ein Golfball liegt im kurzen Rough am Rand eines Teichs, markiert mit einem roten Pfahl, mit dem Schatten eines Golfers und Schlaegern in der Naehe im sanften Licht des spaeten Nachmittags

Irgendwo auf einem Clubplatz wird an diesem Wochenende ein Abschlag in einen Teich, einen trockenen Graben oder ein mit Holzpfaehlen markiertes Schilfstueck rollen, und schon folgt eine kleine Regeldiskussion. Ist das ein Strafschlag? Darf man seitlich droppen? Spielt die Farbe der Pfaehle eine Rolle? Diese Fragen tauchen fast in jeder Runde auf, weshalb es sich lohnt, diese Regel wirklich zu verstehen, statt sie zu erraten.

Es gibt hier keine einzelne dramatische Entscheidung im Hintergrund, sondern schlicht die Tatsache, dass Regel 17 zu Penalty Areas auf Clubebene falscher angewendet wird als fast jede andere Regel. Deshalb hier eine unkomplizierte Auffrischung dazu, was die Pfaehle bedeuten und welche Optionen dir tatsaechlich zur Verfuegung stehen, sobald dein Ball darin liegt.

Was die Pfaehle wirklich bedeuten

Ein Penalty Area ist jedes Gewaesser oder jeder andere Bereich, den die Spielleitung fuer die Anwendung von Regel 17 markiert hat, meist mit gelben oder roten Pfaehlen oder Linien. Die Farbe ist nicht bloss Dekoration, sie aendert, was du als naechstes tun darfst.

Beide Farben kosten dich einen Strafschlag, wenn du Erleichterung in Anspruch nimmst, aber bei roten Penalty Areas gibt es eine zusaetzliche Option, die es bei gelben nicht gibt.

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Rules of Golf Explained (2023): Penalty Areas

Deine Erleichterungsoptionen

Wenn dein Ball in einer Penalty Area liegt, hast du immer die Wahl, ihn straflos so zu spielen, wie er liegt, solange du deinen Schlaeger nicht aufsetzt oder andere in diesem Bereich eingeschraenkte Handlungen vornimmst. Viele Clubgolfer vergessen das und droppen aus Gewohnheit mit Strafe, obwohl der Ball eigentlich gut spielbar waere.

Wenn du ihn nicht so spielen willst, wie er liegt, hast du folgende Moeglichkeiten, jeweils gegen einen Strafschlag:

  1. Schlag und Distanzverlust: erneut von der Stelle spielen, von der aus dein vorheriger Schlag gespielt wurde.
  2. Erleichterung auf der Linie zurueck: beliebig weit zurueckgehen auf einer Linie, die vom Loch durch den Punkt verlaeuft, an dem der Ball zuletzt den Rand der Penalty Area ueberquert hat, und dann innerhalb einer Schlaegerlaenge von diesem Punkt droppen.
  3. Seitliche Erleichterung, nur bei roten Penalty Areas: innerhalb von zwei Schlaegerlaengen von dem Punkt droppen, an dem der Ball zuletzt den Rand ueberquert hat, nicht naeher zum Loch.

Diese dritte Option ist es, ueber die Spieler am haeufigsten stolpern, denn sie existiert nur bei roten Penalty Areas. Bei einer gelben Penalty Area beschraenkt sich die Erleichterung auf Schlag und Distanzverlust oder die Erleichterung auf der Linie zurueck, seitliches Droppen gibt es dort nicht.

Warum es die zusaetzliche Option gibt

Rote Penalty Areas verlaufen tendenziell seitlich entlang eines Lochs statt direkt quer dazu, weshalb ein striktes Droppen auf der Linie zurueck einen manchmal in einer unguenstigen Lage belassen wuerde, etwa weiterhin im Rough oder zwischen Baeumen auf derselben Seite wie das Hindernis. Die seitliche Erleichterung bietet eine praktische Moeglichkeit, innerhalb von zwei Schlaegerlaengen von der Stelle, an der der Ball den Rand ueberquert hat, wieder ins Spiel zu kommen, was in dieser Situation meist deutlich sinnvoller ist als von weit hinten im Fairway erneut zu spielen.

Ein Detail, das man sich merken sollte: Die zwei Schlaegerlaengen fuer die seitliche Erleichterung werden von dem Punkt gemessen, an dem der Ball zuletzt den Rand der Penalty Area ueberquert hat, nicht von der Stelle, an der der Ball schliesslich darin zur Ruhe gekommen ist. Wenn ein Ball ueber die Oberflaeche eines Bachs huepft, bevor er versinkt, kann dieser Ueberquerungspunkt deutlich vor der Stelle liegen, von der aus man instinktiv messen wuerde.

Haeufige Fehler von Clubgolfern

Wenn du dir jemals unsicher bist, welche Regel gilt, oder ein Mitspieler deinen Drop anzweifelt, lohnt es sich, innezuhalten und die Sache sauber durchzugehen, statt unter Druck zu raten, denn ein falscher Drop kann aus einem Strafschlag schnell zwei machen.

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Praktische Take-aways

Das wird deinen Schwung nicht verbessern, aber es verhindert, dass du durch einen vermeidbaren Regelfehler Schlaege verschenkst, was im Clubgolf oft genauso wertvoll ist.

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